Berufshaftpflichtversicherungen im Vergleich

Berufshaftpflichtversicherung - Definition

Die Berufshaftpflichtversicherung sichert unterschiedliche Schadensfälle ab, die bei der Ausübung der beruflichen Tätigkeit an Dritten entstehen. Meist handelt es sich dabei um Vermögensschäden. So schützt die Berufshaftpflichtversicherung etwa den Arbeitnehmer im Fall eines selbst verursachten Schadens am Arbeitsplatz. Wenn zum Beispiel ein technisches Gerät wie der Computer beschädigt wird und der Arbeitgeber Regress fordert, dann springt die Berufshaftpflichtversicherung ein. Viele Fälle von Sach- oder Personenschäden können jedoch auch über die Betriebshaftpflichtversicherung abgehandelt werden. Beide Versicherungsformen sollten nicht verwechselt werden. Des Weiteren schützt die Berufshaftpflichtversicherung bestimmte Berufsgruppen vor Ansprüchen durch Dritte, die durch das Schadenspotenzial der beruflichen Tätigkeiten verursacht werden können. Das bedeutet: Wird die berufliche Pflicht irrtümlich falsch ausgeübt - zum Beispiel ein Gutachten aus Versehen fehlerhaft erstellt - und dieser Irrtum führt zu einem Folgeschaden, dann deckt die Berufshaftpflichtversicherung zumeist die entstandenen Kosten. Das ist allerdings keine Einladung zur Fahrlässigkeit. Oft wägen die Versicherungsgesellschaften ab, ob der entstandene Schaden tatsächlich in die Leistungen der Berufshaftpflichtversicherung fällt, oder ob der Fehler nicht schlichtweg durch erhöhte Sorgfalt hätte vermieden werden können. Schließlich verfügt der Versicherungsnehmer über eine entsprechende Ausbildung und damit über Kompetenzen, die Fehler vermeiden sollen.


Feine Unterschiede erkennen

Für bestimmte Berufsgruppen ist die Berufshaftpflichtversicherung eine freiwillige Maßnahme, bei anderen ist sie gesetzlich vorgeschrieben. In der Gesetzespflicht verankert sind Versicherungsmakler und die so genannten Kammerberufe. Unter letzteren versteht man in der Regel freie Berufe, die durch Kammern bestimmt sind, wie Apotheker, Ärzte und Notare. Aber auch für viele andere Freiberufler und Unternehmer empfiehlt es sich, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. Das betrifft vor allem Buchhalter, Journalisten, IT-Dienstleister und Ingenieure. Allgemein gilt: Eine Berufshaftpflicht ist sinnvoll für alle Berufsgruppen, die durch ihre Berufsausübung einen finanziellen Schaden oder Sachschaden gegenüber Dritten anrichten können. Das können in der Medienbranche zum Beispiel Marken- und Urheberrechtsverletzungen sein, oder in der Medizin Behandlungsfehler. Nicht selten entstehen durch eine Fehleinschätzung hohe Vermögensschäden, die ohne eine Berufshaftpflichtversicherung von dem Verursacher selbst getragen werden müssten. Jede Branche birgt hier eigene Risiken, die man idealerweise bereits vor einem Schadensfall kennen sollte.

Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass unter dem Sachverhalt Berufshaftpflichtversicherung in jedem Land etwas anderes verstanden wird. So gelten in Deutschland andere Konditionen als etwa in Großbritannien oder Frankreich. Selbst im deutschsprachigen Ausland, wie in Österreich und der Schweiz, gibt es große Unterschiede zu der deutschen Berufshaftpflichtversicherung. Will man also ein Arbeitsverhältnis im Ausland beginnen, sollte man sich genau informieren, welche Abweichungen es gibt.


Vergleichen lohnt sich

Die Tarife einer Berufshaftpflichtversicherung sind abhängig von der Branche, den potenziellen Risiken und der Deckungssumme. Man sollte sich bestenfalls von mehreren Anbietern für Berufshaftpflichtversicherung beraten lassen und klären, welche Leistungen im Einzelfall notwendig oder ratsam sind. Die Preise schwanken zwischen den Gesellschaften erheblich, so dass ein Vergleich von Preis und Leistungsumfang absolut empfehlenswert ist. Aber Vorsicht: Nicht immer ist der günstigste Tarif auch der beste. Im Zweifelsfall ist abzuwägen, wie hoch der persönliche finanzielle Schaden bei einem Regress ausfallen kann, sollte zum Beispiel die Deckungssumme der Berufshaftpflichtversicherung nicht hoch genug sein. Wer sparen möchte, kann beispielsweise eine mehrjährige Vertragslaufzeit vereinbaren - in dem Fall gewähren viele Versicherungsgesellschaften Rabatte. Auch durch eine Eigenbeteiligung wird der Beitrag in der Regel günstiger. Das Bewusstsein des Versicherten, dass er bei der Berufshaftpflichtversicherung zu einem Teil persönlich haftbar gemacht werden kann, steigert zudem die Motivation, während der beruflichen Tätigkeit fehlerfrei zu arbeiten.


Was leistet eine Berufshaftpflichtversicherung?

Die Berufshaftpflichtversicherung erfüllt je nach Schadensfall verschiedene Leistungen. Bei Sachschäden können das Reparaturkosten sein oder die Kostendeckung bei der Wiederanschaffung. Auch die Absicherung der Vermögensschäden als Folge von Verdienstausfall oder der beruflichen Tätigkeit fällt unter diese Kategorie. Bei Personenschaden übernimmt die Berufshaftpflichtversicherung die Kosten für die Heilbehandlung, gegebenenfalls das Schmerzensgeld und die Rente. Es gibt aber auch Sachlagen, in der die Berufshaftpflichtversicherung nicht greift, so etwa bei bewusster Verletzung der Arbeitspflicht oder Veruntreuung durch das Personal.

Viele Versicherungsunternehmen bieten zusätzliche Leistungen an, wie etwa Deckung von Umweltschäden oder den Ausgleich von Kassenfehlbeträgen. Zudem kann häufig die Versicherungssumme individuell erhöht werden. Eine Berufshaftpflichtversicherung ist eine gute Möglichkeit, den eigenen Beruf mit einen Gefühl der Sicherheit auszuführen und dabei sich und Dritte rechtlich als auch finanziell zu schützen.




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