Haftpflichtversicherungen im Vergleich

Haftpflichtversicherung - Definition

Eine der fundamentalsten Versicherungen, die jeder besitzen sollte, ist die Haftpflichtversicherung. Denn die Haftpflichtversicherung sichert die eigenen Sach- und Vermögenswerte. Schließlich wurde gesetzlich festgelegt, dass jeder, der einem Dritten einen Schaden zufügt - sei es körperlich, finanziell oder materiell -, dafür unbegrenzt haften muss. Dies kann das gesamte jetzige und zukünftige Privatvermögen des Verursachers betreffen. Die Haftpflichtversicherung ist eine Zeitwertversicherung. Im Gegensatz zu der Neuwertversicherung geht sie im Sachschadensfall vom Gebrauchtwert des betreffenden Gegenstandes aus und nicht vom aktuellen Anschaffungspreis.


Haftpflichtversicherung: Feine Unterschiede erkennen

So mannigfaltig die Schadensmöglichkeiten sind, die einer Person oder Sache zustoßen können, so vielseitig sind die Arten der Haftpflichtversicherung. Unter anderem gibt es eine Haftpflichtversicherung für Tierhalter, Bauherren, Haus- und Grundbesitzer, gegen Wasser- oder Vermögensschäden, sowie spezielle Policen für besonders riskante Sachverhalte. Ebenfalls wichtig sind die Betriebshaftpflichtversicherung und die Berufshaftpflicht. Für alle Bedürfnisse gibt es eine passende Haftpflichtversicherung. Wer keine solch konkrete Police benötigt, sollte sich zumindest mit der Allgemeinen Haftpflichtversicherung beschäftigen. Diese bietet bereits umfassende Leistungen und schützt den Versicherungsnehmer vor einer Vielzahl von Schadenersatzforderungen. Neben den freiwilligen Formen der Haftpflichtversicherung gibt es auch spezielle Formen, die aufgrund des hohen Risikopotenzials abgeschlossen werden müssen - per Gesetz. Zu diesen zählen zum Beispiel die Kfz-Haftpflicht und die Motorradhaftpflicht. Die Leistungen einer Haftpflichtversicherung können jedoch variieren, so dass jeder Vertrag, unabhängig von seiner Art, vor Abschluss genau geprüft werden sollte.


Haftpflichtversicherung: Vergleichen lohnt sich

Guter Rat muss nicht teuer sein. Wer bei der Haftpflichtversicherung eine gute Beratung wünscht, kann sich an einen entsprechenden Experten der Versicherungsgesellschaft wenden. Dabei kann gleichzeitig geklärt werden, ob eine oder mehrere spezielle Formen der Haftpflichtversicherung für den Interessenten von Nutzen sein könnten. Die beiden wichtigsten Punkte, die während der Beratung geklärt werden müssen, sind der Preis sowie der Leistungsumfang der gewünschten Haftpflichtversicherung. Einen schnellen Überblick bieten hierfür auch Vergleichsportale im Internet. Diese ersetzen jedoch nicht das persönliche Gespräch. Grundsätzlich ist es möglich, eine Haftpflichtversicherung über verschiedene Deckungssummen abzuschließen. Wer jedoch eine zu niedrige Summe wählt, muss damit rechnen, dass die Schadenssumme schnell höher ist als die Deckung selbst. Da Personen unbegrenzt haftbar sind, würde in diesem Fall wieder das private Vermögen angegriffen. Daher empfiehlt es sich, immer die höchstmögliche Deckungssumme zu wählen.


Was leistet eine Haftpflichtversicherung?

Die Haftpflichtversicherung ist zuständig für die Überprüfung der Haftung im Schadensfall sowie für die Regulierung. Sie deckt finanzielle Schadensersatzforderungen von Dritten, so lange der Schaden von dem Versicherten ohne Vorsatz verursacht wurde. Die gedeckten Schäden können sowohl auf Personen als auch Sachwerte verwendet werden. Die Leistungen der Haftpflichtversicherung beziehen sich darüber hinaus auf Unfälle und Schäden innerhalb des privaten Bereichs. Dazu zählt übrigens auch die Prozesskostenerstattung, sollte ein Streit um die Haftung bis vor Gericht führen. Des Weiteren hilft die Haftpflichtversicherung dabei, unbegründete Forderungen gegebenenfalls abzuweisen.

Hat eine Person eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, dann ist in den meisten Policen auch der (Ehe-)Partner mitversichert. Gleiches gilt für dessen Kinder. Kinder sind nämlich zwischen null bis sieben Jahren deliktunfähig und damit nicht haftbar. Zwischen acht Jahren bis zur Vollendung des 18. Lebensjahrs sind sie jedoch bereits teilweise haftbar. Erst ab dem 18. Lebensjahr ist ein Mensch voll deliktfähig und damit komplett für sein Handeln oder Unterlassen haftbar.

Wie bei vielen Versicherungen, muss man auch bei der Haftpflichtversicherung etwas beachten: Bei Familien mit Kindern ist die Frage der Aufsichtspflicht entscheidend. Wenn ein Kind beim Spielen im Freien das Eigentum eines Dritten beschädigt, zum Beispiel den Lack eines Autos, dann stellt sich die Frage, ob die Eltern ihre Aufsichtpflicht verletzt haben. Wird dies bejaht, dann zahlt die Gesellschaft im Rahmen der Haftpflichtversicherung. Denn in dem Fall haften die Eltern für ihre Kinder. Wenn die Aufsichtspflicht jedoch nicht verletzt wurde, die Eltern ihr Kind also die ganze Zeit über im Sichtfeld hatten, dann springt die Haftpflichtversicherung nicht ein. Diese Klausel wird jedoch nicht von allen Versicherern angewendet.

Ebenfalls wissenswert: In der Police der Haftpflichtversicherung ist die Vorsorge inkludiert. Das bedeutet, dass bei einer bestehenden Haftpflichtversicherung fast jedes neu hinzukommende Risiko vorläufig automatisch mitversichert wird. Diese Vorsorge gilt maximal bis zur nächsten Hauptfälligkeit der bestehenden Haftpflichtversicherung plus einen Monat. Spätestens dann muss eine spezielle Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Es ist egal, welche Art Haftpflichtversicherung der Versicherte besitzt, das neue Risiko ist in jedem Fall vorübergehend versichert.


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