Private Haftpflichtversicherungen im Vergleich

Private Haftpflichtversicherung - Definition

Eine private Haftpflicht ist eine Versicherung, die sich jeder zulegen kann und sollte. Denn sie schützt jede reale Person vor dem Verlust des Privatvermögens, wenn sie einem Dritten Schaden zufügt. In Deutschland ist jeder Erwachsene ab 18 Jahren voll deliktfähig und damit auch voll haftbar für sein Tun und Unterlassen - und zwar mit seinem jetzigen und zukünftigen Gesamtvermögen. Bei den Unglücksfällen kann es sich um Vermögens-, Personen- oder Sachschäden handeln. Weil ein Missgeschick schnell passieren kann, ist eine private Haftpflicht unerlässlich.

Immerhin drei verschiedene Arten der Haftung gibt es hierzulande laut Bürgerlichem Gesetzbuch: die Gefährdungshaftung, die Verschuldenshaftung und die Haftung aus vermutetem Verschulden. Die Gefährdungshaftung wird angewandt bei besonders riskanten Sachverhalten. Sie bedeutet Haftung, auch wenn kein Eigenverschulden vorliegt. Ein Beispiel wäre ein Öltank, der ausläuft. Der Besitzer hat daran zwar keine konkrete Schuld, haftet aber dennoch für die Folgeschäden. Eine Entlastung ist hier nicht möglich, es sei denn, der Schaden ist durch höhere Gewalt entstanden. Bei der Verschuldenshaftung wird ein persönliches Verschulden vorausgesetzt, was die Verpflichtung zum Schadensersatz nach sich. Darüber hinaus liegt die Beweislast beim Geschädigten. Die Haftung aus vermutetem Verschulden setzt ebenfalls ein Verschulden voraus, bringt jedoch - anders als bei der Verschuldungshaftung - den vermeintlich Schuldigen in die Rechfertigungspflicht. So kann er versuchen, seine Unschuld zu beweisen. Bei all diesen Formen der Haftung versteht es sich von selbst, weshalb eine private Haftpflicht für jeden notwendig ist.


Private Haftpflichtversicherung: Feine Unterschiede erkennen

Die private Haftpflicht deckt alle drei Arten der Haftung ab. Vorausgesetzt, die Forderungen sind berechtigt. Um festzustellen, ob die Ansprüche gerechtfertigt sind, überprüft die Versicherungsgesellschaft, bei der der Versicherungsnehmer eine private Haftpflicht abgeschlossen hat, den Schadensfall. Über die private Haftpflicht sind oftmals neben dem Versicherungsnehmer auch der Ehepartner sowie die minderjährigen Kinder versichert. Diese Kondition ist im Vertrag für die private Haftpflicht zu überprüfen. Ebenso wie viele andere Inhalte: Welche Deckungssummen können vereinbart werden? Was genau versichert die private Haftpflicht? Neben der allgemeinen privaten Haftpflicht gibt es nämlich noch zahlreiche andere Haftpflichtversicherungen, die abgeschlossen werden können oder gesetzlich abgeschlossen werden müssen. Denn die private Haftpflicht deckt nicht automatisch alle Umstände. So benötigt man eine separate Haftpflichtversicherung bei der Haltung von so genannten Luxustieren. Auch Hunde zählen unter diese Kategorie. Für Haustiere wie Katzen, Vögel oder Nagetiere benötigt man hingegen keine gesonderte Haftpflicht. Auch einen Forderungsausfallschutz sollte die Police enthalten. Wird dem Versicherungsnehmer Schaden zugefügt durch eine Person, die selbst keine Haftpflicht besitzt, so springt die eigene Versicherung ein und nimmt den Schädiger anschließend in Regress.


Private Haftpflichtversicherung: Vergleichen lohnt sich

In Deutschland bieten über 400 Versicherungsgesellschaften ihre Dienste an. Die meisten führen auch die private Haftpflicht in ihrem Portfolio. Auch wenn es fast unmöglich erscheint, dieses enorme Angebot für die private Haftpflicht zu überblicken, so lohnt sich ein Vergleich dennoch allemal. Mit Hilfe des Internets können ganz bequem Vergleiche zum Thema private Haftpflicht angestellt werden. Dabei sollte man nicht nur auf die Preise achten, sondern auch auf den Leistungsumfang, den die private Haftpflicht bietet. Hier sollte man die eigenen Ansprüche immer im Blick behalten. Viele Versicherungsgesellschaften bieten spezielle Tarife für die private Haftpflicht an, die besondere Leistungen enthalten. So gibt es zum Beispiel Angebote für Rentner, in denen Trickbetrügereien mitversichert sind. Nach einem groben Angebotsvergleich für die private Haftpflicht sollte man das persönliche Gespräch mit einem Versicherungsfachmann suchen. Nur so erfährt man alle wichtigen Informationen über die private Haftpflicht im Detail.


Was leistet eine Private Haftpflichtversicherung?

Die private Haftpflicht deckt all jene Schäden ab, die im privaten Bereich vorkommen können. Das beinhaltet die häusliche Umgebung ebenso wie Aktivitäten im Verein oder außergewöhnlich gefährliche Tätigkeiten. Schäden könnten unter anderem während des Sports, im Straßenverkehr, in einer Gaststätte oder bei einem Freund zu Hause passieren. Die private Haftpflicht schützt den Versicherungsnehmer in vielen Lebenslagen. Man sollte stets darauf achten, dass die vereinbarte Deckungssumme für die private Haftpflicht hoch genug angesetzt ist. Sparen sollte man hier nicht.

Das Worst-Case-Szenario ist wohl eine Kettenreaktion. Hier können durch einen kleinen Fehler gleich mehrere geschädigte Parteien entstehen, die alle das Recht haben, den Verursacher auf Schadensersatzleistungen zu verpflichten. Wenn dann die Deckungssumme nicht ausreicht, wird das Privatvermögen herangezogen. Deshalb ist es ratsam, immer die höchst mögliche Summe zu vereinbaren. Die Beitragszahlungen sind meist dennoch erschwinglich. Zudem sind die Leistungen in der Regel recht umfangreich. So übernimmt die private Haftpflicht im Falle eines gerichtlichen Streits oft sogar die Prozesskosten.

Da die private Haftpflicht eine Zeitwertversicherung ist, wird bei dem Gutachten im Schadenfall von dem Gebrauchtwert eines Sachgegenstands ausgegangen. Andere Versicherungsarten, etwa die Hausratversicherung, gehen hingegen vom Neuwert eines Produkts aus.


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